Schwarzwild


Ursprung und Verbreitung

Schwarzwild ist ein in ganz Eurasien sowie in Japan und in Teilen der südasiatischen Inselwelt in etwa 20 Unterarten verbreitetes Wildtier. Es kam ursprünglich von den britischen Inseln, Südskandinavien und Marokko im Westen über ganz Mittel- und Südeuropa, Vorder- und Zentralasien, Nordafrika, über Kleinasien und Indien bis nach Südostasien vor. In Teilen der südlichen USA, insbesondere in Kalifornien, Hawaii, Florida, South Carolina, Louisiana, Oklahoma, Georgia, Alabama, Arkansas und Arizona, im südlichen Argentinien, auf Neuguinea, Neuseeland, in Australien, auf Trinidad und in Puerto Rico wurden Wildschweine eingeführt und sind heute auch in freier Natur heimisch. Das Verbreitungsgebiet hat sich im Laufe der Jahrtausende während der Kaltzeiten in östlicher und südlicher Richtung verschoben und während Wärmeperioden wieder in westlicher und nördlicher Richtung ausgedehnt. In den letzten Jahrhunderten hat sich die Verbreitung des Wildschweins vor allem aufgrund menschlicher Eingriffe verändert. Mit der Ausdehnung und Intensivierung der Landwirtschaft nahm auch die Bejagung des Wildschweins zu, so dass beispielsweise die Art in England bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts ausgerottet war. In Dänemark erlegte man die letzten Wildschweine Anfang des 19. Jahrhunderts, bis 1900 gab es auch in Tunesien und dem Sudan keine Wildschweine mehr, und auch in Deutschland sowie in Österreich, Italien und der Schweiz waren weite Teile wildschweinfrei. Zu den deutschen Regionen, in denen bis in die 1940er Jahre Wildschweine nicht mehr vertreten waren, zählen beispielsweise Thüringen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Im 20. Jahrhundert haben sich Wildschweine weite Teile ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets wieder zurückerobert. So sind beispielsweise in Toskana, Russland, Dänemark und Schweden, die lange Zeit aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und der Ausrottung durch intensive Bejagung, wildschweinfrei waren, in den 1950er Jahren wieder Wildschweine eingewandert.

 

Systematik

Erstmals beschrieben wurde das Wildschwein im Jahre 1758 von dem schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linné. Das Wildschwein (Sus scrofa), das auch Schwarzwild genannt wird, gehört innerhalb der Familie der Echten Schweine (Suidae) aus der Ordnung der Paarhufer zur Gattung Sus.    

 

Lebensraum

Wildschweine sind sehr anpassungsfähig und besiedeln daher fast alle Lebensräume. Auch die direkte Nachbarschaft zum Menschen wird keineswegs gemieden. Dazu trägt bei, dass sie ausgesprochene Allesfresser sind, die sich schnell neue Nahrungsnischen erschließen. Wildschweine besiedeln bevorzugt Wälder, Heckenlandschaften, landwirtschaftliche Flächen und Sumpfgebiete. Sie sind sowohl in der Ebene als auch in Höhenlagen der Mittelgebirge anzutreffen. 

Die Vielfalt an Lebensräumen erklärt auch das ausgesprochen große Verbreitungsgebiet der Wildschweine. Die Lebensräume zeichnen sich insbesondere durch ausreichend vorkommendes Wasser, Nahrung sowie Schutz und Ruhe aus. Immer eine entscheidende Rolle spielt Wasser. Wasser dient zum einen um den Durst zu stillen, zum anderen auch als Suhlfläche. Auch wenn Wildschweine den direkten Kontakt zu Wasser eher meiden, so gelten sie dennoch als exzellente Schwimmer und können leicht einen Fluss oder einen See durchschwimmen. In Hochgebirgen bei Höhen von über 1700 m wird die Verbreitung dadurch begrenzt, dass über längere Zeit gefrorenem Boden es ihnen unmöglich macht, an unterirdische Nahrungsreserven zu gelangen. Hoher Schnee behindert außerdem ihre Fortbewegung und damit die Nahrungssuche.  

Agrarlandschaften werden von Wildschweinen vor allem wegen des üppigen Nahrungsangebotes heimgesucht. Da ausgedehnte Feldlandschaften den Tieren auch am Tage ausreichend Schutz bieten, verlassen sie diese auch am Tage nicht. Der angestammte Lebensraum in Europa ist der Wald. Vor allem Eichen- und Buchenwälder werden gerne besiedelt. Die Wälder zeichnen sich darüber hinaus oftmals durch eine vielfältige Vegetation aus, die zudem genügend Schutz bietet. So werden vor allem naturnahe Hochwälder und Niederwälder bewohnt. Beliebt sind auch die Randbereiche zwischen Wäldern und Agrarflächen. Hier liegen Nahrungsplätze und Lagerstätten meist nah beieinander. Bei Bedrohung können Wildschweine leicht in schützende Wälder flüchten. Reine Nadelwälder werden eher selten besiedelt, da diese meist nahrungsärmer sind. Jedoch findet sich um dichtes Gestrüpp von Nadelwäldern nicht selten das Lager (Einstand) der Wildschweine. Mischwälder werden als Lebensraum angenommen, wenn diese eine ausreichende Bodenvegetation bieten.

Obwohl die Haltung vom Schwarzwild im Gehege nicht unproblematisch ist, versuchen immer mehr Gehegewildhalter die Genehmigungshürden zu bewältigen, um die Nachfrage nach Wildschweinfleisch zu befriedigen und das Angebot in der Direktvermarktung zu diversifizieren. 

 

Farbe

Die Struktur und die Färbung des Felles richten sich nach der Jahreszeit, dem Alter und der geografischen Herkunft eines Wildschweins. Das Fell des Wildschweins ist im Winter dunkelgrau bis braun-schwarz mit langen borstigen Deckhaaren und kurzen feinen Wollhaaren. Es dient vor allem der Wärmeregulation, da der zwischen den Haaren eingeschlossene Luftraum eine zu starke Abgabe der Körperwärme verhindert. Die glatten Deckhaare verhindern, dass die Haut beim Durchstreifen von Gestrüpp verletzt wird. Das Wollhaar bedeckt den gesamten Körper mit Ausnahme einiger Kopfpartien und des unteren Teils der Beine. Im Frühjahr verliert das Wildschwein das lange, dichte Winterfell und hat ein kurzes, wollhaarfreies Sommerfell mit hell gefärbten Haarspitzen. Der Fellwechsel findet in einem Zeitraum von etwa drei Monaten statt und beginnt in Mitteleuropa in den Monaten April bis Mai. Wildschweine wirken im Sommerfell wesentlich schlanker. Vorjährige Wildschweine beginnen bereits ab Ende Juli oder Anfang August mit dem Wechsel zum Winterfell. Bei ausgewachsenen Wildschweinen beginnt der Wechsel zum Winterfell erst im September. Im November ist der Fellwechsel abgeschlossen.

In freilebenden Wildschweinpopulationen treten immer wieder Individuen auf, die schwarzbraune bis schwarze Flecken unterschiedlicher Größe auf hellerem Grund aufweisen. Gelegentlich werden sogar schwarzweiß gefleckte Wildschweine beobachtet. Bei diesen Wildschweinen ist die Sterblichkeitsrate höher, da bei ihnen die Wärmeregulation weniger gut funktioniert. Das Fehlen schwärzlicher Pigmentierung beruht in der Regel auf Mutationen bzw. genetische Veränderungen.

Die Frischlinge haben ein hellbraun oder hellgrau bis rotbraun gefärbtes  Fell mit  braunen, dunkelbraunen oder schwarzbraunen Längsstreifen. Die Streifen sind im Schnitt etwa 20 Millimeter breit. Dieses Jungtierfell wird etwa drei bis vier Monate getragen, bevor die Tiere allmählich das einfarbig bräunliche Jugendfell bekommen. Es ist grobhaariger als das Jungtierfell, jedoch immer noch weicher als jenes ausgewachsener Tiere und hat auch weniger gut entwickelte Wollhaare. In Mitteleuropa entwickeln die Jungtiere im Oktober und November ihr erstes Winterkleid, das dann auch vermehrt die graue bis schwarze Färbung ausgewachsener Tiere zeigt. Das Deckhaar bei Frischlingen ist noch wesentlich weicher und wolliger als bei älteren Tieren und schützt die Tiere gegenüber Feuchtigkeit weniger gut, sodass bei feuchter Witterung eine hohe Sterblichkeit vorkommen kann.  

 

Gebiss

Das ausgewachsene Wildschwein hat ein kräftiges Gebiss mit 44 Zähnen. Die Eckzähne des Unterkiefers eines Keilers werden mit zunehmendem Alter immer größer und imposanter. Die oberen Eckzähne sind hingegen deutlich schwächer ausgeprägt. Bei den Bachen sind sowohl die oberen als auch die unteren Eckzähne deutlich kleiner als bei dem Keiler. Die Eckzähne wachsen bei beiden Geschlechtern ständig nach. Sie reiben stets aneinander und schärfen sich so gegenseitig. Die unteren Eckzähne können bei einem ausgewachsenen Keiler eine Länge von mehr als 20 Zentimeter erreichen. Von dieser Länge liegt jedoch rund 1 Drittel im Kiefer verborgen. Die größte Länge eines unteren Eckzahnes erreichte eine imposante Länge von 38 Zentimeter. Die mächtigen Eckzähne dienen den Keilern der Verteidigung. Mit ihnen können sie auch größere Angreifer leicht verletzen oder sogar töten. Das Alter eines Wildschweins kann anhand des Gebisses bestimmt werden aber eine zuverlässige Altersbestimmung ist jedoch nur bis zum 3. Lebensjahr zuverlässig möglich

Gewichtsentwicklung

Frischlinge werden mit Gewichten von 700-1000 g geboren. Die Geburtsgewichte sind vom Alter, Gewicht der Bache und deren Kondition abhängig. Gewicht und Größe der Wildschweine sind nach Verbreitungsgebiet sehr unterschiedlich und von Geschlecht, Alter, Futtergrundlage und Jahreszeit abhängig. In Mitteleuropa erreichen die Jährlinge Lebendgewichte von 30-40 kg, Überläufer (2-jährige) 50-60 kg, wobei die Streubreite sehr unterschiedlich sein kann. Bei ausgewachsenen Wildschweinen, ab ihrem fünften Lebensjahr, haben die Bachen eine Kopf-Rumpf-Länge von 130 bis 170 cm und Lebensgewichte von 90-150 kg und die Keiler eine Länge von 150 bis 200 cm und Gewichte von 180-200 kg. Die höchsten Gewichte erreichten Bachen von Oktober bis März und die Keiler von August bis Dezember. Aus der freien Wildbahn und andere Regionen wurden Wildschweine mit Schulterhöhe von 110 cm und Gewichte von 260-350 kg gemeldet.

Klimaverhältnisse, Biotop und andere Umweltfaktoren tragen zu Entwicklung der Körpermaße und Gewichte bei. Tiere in der freien Wildbahn haben immer aufgrund der größeren Selektionsmöglichkeiten bei der Futteraufnahme bessere Gewichte als Gehegewild.

 

Sinnesleistungen und Verhalten

Wildschweine zeichnen sich vor allem durch eine hohe Anpassungsfähigkeit und ein erstaunliches Gedächtnis bzw. Erinnerungsvermögen aus. Auch die wichtigsten Sinnesorgane sind teils hoch entwickelt. Besonders hoch entwickelt ist der Geruchssinn. Die Flucht treten Wildschweine üblicherweise gegen den Wind an, um so einem potentiellen natürlichen Feind, Wilderer oder Jäger zu entkommen. Der Geruchssinn spielt darüber hinaus auch bei der Nahrungssuche und bei der Erkennung der Mitglieder in der Rotte. Eine Bache erkennt ihren Nachwuchs ebenfalls am Geruch. Spezielle Duftdrüsen am Bauch sowie Drüsen zwischen den vorderen Schalen der Klauen sondern Sekrete ab, die hauptsächlich der Kommunikation und der Markierung dienen. Bei den Männchen zeigt sich an der Spitze des Penis (Brunftrute) eine Vorhautdrüse, über die während der Paarungs- bzw. Rauschzeit ein markanter Duft abgegeben wird, der von den Bachen registriert wird. Die rauchigen Bachen sondern ihrerseits über ihre Tränendrüsen Duftabsonderungen ab.

Gut entwickelt ist auch das Gehör. Selbst feinste Geräusche wie das Knacken eines Astes werden wahrgenommen und versetzen die Tiere in Alarmbereitschaft. Vernimmt ein Wildschwein ein Geräusch, so stellt es die Ohren auf und sichtet seinen Körper nach dem Geräusch aus. Dies ist nötig, da die Ohren nicht gedreht werden können. Bei der Erkennung von Feinden spielen Gehör und Geruchssinn gemeinsam eine wichtige Rolle. Beide Sinne gewährleisten einen effektiven Schutz vor Feinden. Der Sehsinn ist nur mäßig entwickelt. Die Augen sind daher nur klein und spielen bei der Kommunikation und dem Erkennen von Gefahren nur eine untergeordnete Rolle. Man hat festgestellt, dass Wildschweine ausgesprochen kurzsichtig sind, aus der Ferne jedoch kleinste Bewegungen wahrnehmen können. Bei der Nahrungssuche kommt ein weiterer Sinn, der Tastsinn, zum Einsatz. Reize werden vor allen über die Vorderpfoten und über den Rüssel wahrgenommen. Trotz der Robustheit der Rüsselscheibe stellt sie ein außerordentlich sensibles Tastorgan dar. Die Scheibe ist wie auch die Oberlippe mit feinsten Härchen besetzt, die ihrerseits ein hohes Tastempfinden ermöglichen. In wie weit der Geschmacksinn beim Schwarzwild ausgeprägt ist, lässt sich nicht sagen. Wahrscheinlich ist der Geschmackssinn nur mäßig entwickelt, da Schwarzwild als Allesfresser nicht wählerisch ist.

Wildschweine verbringen einen großen Teil ihres Tages ruhend. Zu welcher Tageszeit sie dies tun, ist abhängig von den jeweiligen Umweltbedingungen. Zum Ruhen benutzen sie gerne spezielle Ruheplätze, genannt Kessel, die sie sowohl einzeln als auch gemeinsam nutzen. Dösende Wildschweine liegen meist mit gestreckten Beinen, indem sie entweder auf dem Bauch ruhen und die Vorder- und Hinterbeine nach vorne oder hinten ausstrecken. Typisch ist auch die Seitenlage, bei denen die Beine im rechten Winkel abgestreckt sind. Die Kauerlage, bei der die Beine eingeknickt werden, kommt bei Wildschweinen nur für kurze Zeit vor.

Das Suhlen in Schlammlachen gehört zum typischen Verhaltensrepertoire von Wildschweinen. Suhlen befinden sich meist in Wassernähe, also an den Rändern von Bächen, Pfützen oder ähnlichen Plätzen. Direkter Kontakt mit Wasser wird jedoch gemieden. Da Wildschweine aufgrund fehlender Schweißdrüsen nicht schwitzen können, dient das Suhlen auch der Abkühlung an warmen Tagen. Daher sieht man Wildschweine im Sommer deutlich häufiger beim Suhlen als im Herbst oder Winter. Durch den Schlamm werden Hautparasiten eingekapselt; die trocknende Schlammschicht erschwert außerdem stechenden Insekten den Zugang zur Haut und wird am Malbaum abgescheuert, der sich in der Nähe der Suhlen befindet. Als Malbäume werden Bäume mit grober Rinde und/oder harzende Bäume bevorzugt, in Mitteleuropa vor allem Eichen, Kiefern und Fichten. Diese Bäume weisen bei längerer Nutzung deutliche Spuren auf. Das Scheuern des Körpers an Bäumen ist notwendig, da Wildschweine aufgrund ihres kurzen und unbeweglichen Halses nicht in der Lage sind, sich mit Hilfe ihres Gebisses zu putzen und von Schadinsekten zu befreien.

Lautäußerung

Lautäußerungen wie das Grunzen oder Blasen sind ein wichtiger Teil der Kommunikation und dienen auch der gegenseitigen Erkennung innerhalb einer Rotte oder Familiengruppe. Grunzlaute dienen hauptsächlich der Kontaktaufnahme. Sie variieren von Tier zu Tier und je nach Situation. Warnlaute richten sich an alle Tiere einer Gruppe und werden bei drohender Gefahr abgegeben. Warnlaute sind meist blasende, aber auch laut grunzender Laute. Darüber hinaus treten je nach Situation, Alter und Geschlecht verschiedene Kampf-, Verteidigungs-, Such-, Hunger-, Angst- und Klageleute in Erscheinung. Bei diesen Laute handelt es sich meist um sehr hohe und durchdringende Laute, die je nach Tier variieren können. Brummende Laute in Verbindung mit dem Schwingen des Schwanzes zeigen den Gemütszustand eines Tieres an. Männchen sind insgesamt schweigsamer als Weibchen.

Bewegungsabläufe

Ruhende Wildschweine belasten in der Regel alle vier Beine gleichermaßen. In der Jägersprache wird die Bewegung der Wildschweine als Ziehen bezeichnet. Langsames Ziehen (0,2 bis 0,4 km/h) kommt vor allem bei der Nahrungsaufnahme zum Tragen, langsames Ziehen (0,4 bis 1,0 km/h) meist bei Strecken, die von der Nahrungsaufnahme unterbrochen werden. Im Schritttempo ist die normale Fortbewegungsform der Kreuzgang, bei dem die jeweils diagonal gegenüber befindlichen Vorder- und Hinterläufe nahezu gleichzeitig vorwärts gesetzt werden. Vorder- und Hinterbein verlassen erst dann den Boden, wenn das jeweilige andere Bein bereits aufgesetzt hat. Die Tiere können dabei 3 bis 6 km in der Stunde zurücklegen.

Im Trab verlassen Hinter- oder Vorderbein bereits den Boden, bevor das jeweilige andere Bein aufgesetzt hat: Diese Gangart können Wildschweine über eine sehr lange Zeit halten und legen damit sechs bis zehn Kilometer pro Stunde zurück. Im Galopp flüchten Wildschweine, wenn sie aufgeschreckt werden: ausgewachsene Tiere legen mit jedem Galoppsprung bis zu zwei Meter zurück, allerdings können sie sich nicht lange auf diese Weise fortbewegen und fallen auch bei einer Flucht schnell in den Trab zurück.

Wildschweine können außerdem sehr gut schwimmen und vermögen dabei längere Strecken zurückzulegen. Sie bewegen dabei ihre Beine ähnlich wie beim Trab und nur Teile des Vorder- und Oberkopfes ragen aus dem Wasser.

 

 

Soziale Organisation

Wildschweine leben in Mutterfamilien zusammen, die als Rotten bezeichnet werden.  Einzelgängerisch leben insbesondere männliche Tiere. Eine Rotte besteht meist aus 4 bis 6 Bachen und ihrem Nachwuchs. Fremde Wildschweine werden in der Regel nicht in eine solche Gruppe aufgenommen. Treffen verschiedene Mutterfamilien aufeinander, nehmen sie voneinander Abstand. Diese Gruppen brechen auseinander, wenn das Nahrungsangebot nicht ausreichend ist, wenn sie durch Jagd oder sonstige Störungen auseinandergesprengt werden oder wenn das Leittier stirbt. Die Bildung einer neuen Rotte erfolgt für gewöhnlich im Sommer statt. Die Rotten brechen in der Regel in Frühjahr des kommenden Jahres auseinander. Innerhalb der matriarchalisch strukturierten Rotten herrscht eine strenge Ordnung, insbesondere eine strenge soziale Hierarchie. Jede Bache hat ihre Position in der Rangfolge. Die Größe einer Rotte variiert stark. Je mehr Bachen, desto mehr Frischlinge und einjährige Wildschweine weist eine Rotte auf. Bei einem reichhaltigen Nahrungsangebot kann eine Rotte durchaus eine Stärke von bis zu 50 Individuen aufweisen. 

Eine Rotte wird, egal wie groß eine Rotte ist, von einer Leitbache angeführt. In der Regel ist dies das älteste Weibchen einer Gruppe, da sie über die meiste Erfahrung von den Weibchen einer Gruppe verfügt. Die Leitbache sorgt zum einen für den Schutz der Gruppe, zum anderen aber auch für die Versorgung mit Nahrung. Auf den Wanderungen durch das Revier einer Rotte zieht die Leitbache vor den anderen Gruppenmitgliedern her. Die Leitbache trifft auch die Wahl des Lagers, den Zeitpunkt der Ruhepausen und auch die möglichen Fluchtwege bei Gefahr. Als erfahrene Bache kennt die Leitbache die sichersten Wechsel, Wasserplätze, adäquate Lagerstätten und die besten Nahrungsplätze. Im Laufe der Zeit wird das Wissen einer Leitbache an untere Ränge weitergereicht. Stirbt eine Leitbache, so bricht in der Regel die Rotte auseinander oder eine andere erfahrene Bache übernimmt die Führung. Ist eine Leitbache krank oder stark geschwächt, so wird sie sofort ersetzt und in einen unteren Rang versetzt. Die Rangfolge innerhalb einer Rotte richtet sich nach dem Alter, dem Geschlecht, aber auch nach dem Gewicht und der Größe. Der Leitbache sind meist andere erfahrene Bachen als Beibachen unterstellt, die sich andere Bachen dominant gegenüber verhalten. Stirbt eine Bache innerhalb einer Rotte, so wird deren Nachwuchs von anderen Bachen der Rotte aufgezogen. Frischlinge von fremden Bachen werden hingegen nicht angenommen. Rotten mit einem festen Territorium verhalten sich gegenüber anderen Gruppen ausgesprochen territorial. Gruppen, die in ein Stammterritorium einer anderen Gruppe eindringen nehmen einen niedrigeren Rang ein. In diesem Fall leben beide Rotten in Konkurrenz miteinander.  Während der Ruhephasen, vor allem in den Ruhelagern, beginnt die ausgiebige Körperpflege. Meist reichen das Suhlen und das Scheuern an Bäumen nicht immer aus. Daher pflegen sich die Rottenmitglieder gegenseitig, um sich beispielsweise lästiger Parasiten zu entledigen. Zur Körperpflege gehört auch die mütterliche Pflege der Frischlinge. Die Körperpflege ist insgesamt ein Teil der sozial geprägten Verhaltensmuster.

 

Die vorjährigen Männchen werden vom Weibchen aus der Gruppe vertrieben und leben dann in der Regel für mindestens ein Jahr in einem eigenen Verband. Auch hier kommt es nicht zu Zusammenschlüssen mit vorjährigen Tieren aus anderen Gruppen. Die Hierarchie zwischen den einzelnen Tieren einer solchen Gruppe ist seit der Jungtierzeit ausgekämpft.

Ab dem zweiten Lebensjahr ziehen Männchen meist als Einzelgänger durchs Revier. Während der Paarungszeit von November bis Januar schließen sie sich einzeln Mutterfamilien an. Der Kontakt zwischen dem Männchen und der Mutterfamilie bleibt jedoch lose – er ruht nicht im gemeinsamen Lager und das Leitweibchen führt die Gruppe.

Gelegentlich lassen sich auch Gruppen vorjähriger Tiere beobachten, in denen männliche und weibliche Tiere zusammenleben. Sie treten dann auf, wenn das Mutterweibchen entweder abgeschossen wurde oder eines natürlichen Todes starb. Solche untypischen Gruppen lösen sich in der nächsten Paarungszeit auf.

 

Fortpflanzung

Eine Bache kann die Geschlechtsreife zwischen dem 8. und 18. Monat die Geschlechtsreife erreichen. Der Zeitpunkt der Geschlechtsreife hängt bei einer jungen Bache von mehreren Faktoren ab. Entscheidende Faktoren sind insbesondere der Gesundheitszustand, der körperlichen Entwicklung und der Ernährungszustand. Die Geschlechtsreife wird meist mit einem Gesicht von 30 bis 40 Kilogramm erreicht. Der Zeitpunkt der Geschlechtsreife hängt auch davon ab, wann ein Weibchen geboren wurde. Kam ein Weibchen im Winter zur Welt und die Mutter hatte genug Milch, ist es möglich, dass ein Weibchen schon im ersten Herbst oder Winter die Geschlechtsreife erreicht. Kommt der Nachwuchs erst gegen Ende des Frühjahrs oder im Sommer zur Welt, so ist die Geschlechtsreife im ersten Herbst oder Winter nicht zu erreichen, da die körperliche Entwicklung nicht abgeschlossen ist. Bei den Keilern hängt die Geschlechtsreife im Wesentlichen von der Entwicklung und Größe der Hoden ab. Das Gewicht der Hoden liegt beim Erreichen der Geschlechtsreife bei etwa 50 Gramm. Dies ist etwa im Alter von 10 Monaten der Fall. Der Östrus der Bachen beträgt wie bereits erwähnt 21 Tage. Daraus ergibt sich die Tatsache, dass eine Bache theoretisch alle 3 Wochen gedeckt (beschlagen) werden kann. Empfänglich ist eine Bache für 1,5 bis 2 Tagen. Eine Bache wird jedoch nicht rauschig, wenn es bereits trächtig ist oder Nachwuchs zu versorgen hat. Einen weiteren Einfluss auf die Rauschigkeit wirkt das Tageslicht aus. Die Empfänglichkeit wird in den Sommermonaten unterdrückt. Dieses Phänomen wird auch als Photoperiodismus bezeichnet. Innerhalb einer Rotte ist die Rauschigkeit unter den Bachen in aller Regel synchronisiert. Vor allem im Herbst lösen die kürzeren Tage die Rauschigkeit aus. In dieser wichtigen Phase spielen die Leitbachen einer Rotte eine besondere Rolle. Leitbachen markieren zu diesem Zeitpunkt bestimmte Bäume mit Speichel und Absonderungen aus ihren Tränendrüsen. Diese Markierungen stellen Geruchsmarkierungen für die Männchen dar und signalisieren die Paarungsbereitschaft. Treffen mehrere Keiler bei einer Rotte mit Bachen ein, so kommt es unter den Keilern nicht selten zu erbitterten Rangkämpfen. Dabei stehen sie Schulter an Schulter, blasen heftig und zeigen so ihren Unmut. Auch wenn diese Kämpfe erbittert geführt werden, so kommt es nur selten zu Todesfällen unter den Kontrahenten. Meist zieht sich ein schwächerer Kontrahent zeitig zurück. Die Synchronisation der Rauschzeit ermöglicht es den Bachen einer Rotte, zur gleichen Zeit zu Werfen und den Nachwuchs aufzuziehen. Diese Tatsache wahrt letztlich den sozialen Zusammenhalt innerhalb einer Rotte.

 

Trifft ein Keiler in der Paarungszeit auf Bachen, beriecht er diese in deren Genitalregion. Ist die Bache empfängnisbereit, stößt er sie leicht in die Bauchseite, gegen die Flanken oder an die Halsunterseite und umkreist sie. Wenn die Bache sich dem entzieht, folgt der Keiler ihr und versucht, den Körperkontakt aufrechtzuerhalten, indem er seinen Schädel auf den Rücken der Bache legt oder an ihre Flanken presst. Dieses so genannte Treiben kann sich über längere Zeit hinziehen. Wenn die Bache noch nicht paarungsbereit ist, attackiert sie den Keiler gelegentlich. Der Keiler versucht dann, die Bache durch Nasonasal-Kontakt und Anhauchen zu beruhigen. Will die Bache nicht kopulieren, kann sie quiekende Abwehrlaute ausstoßen. Wenn es nicht anders möglich ist, entzieht sie seine Genitalregion durch Hinsetzen oder -legen.

Zur Paarung spreizt die Bache die Hinterläufe steif-schräg nach hinten und dreht den Schwanz seitlich weg. Der Keiler reitet auf, wobei er den Kopf auf ihren Rücken legt. In dieser Stellung verbleiben beide Tiere gewöhnlich fünf Minuten regungslos, bevor sie sich wieder trennen. Eine Bache kopuliert während der Paarungszeit etwa sechs- bis siebenmal.

 

Trächtigkeit und Geburt

Die Tragezeit beträgt beim Wildschein beträgt durchschnittlich 114 (100 - 140) Tage. Dies entspricht der Tragezeit beim Hausschwein. Während der Tragezeit weisen die trächtigen Bachen einen hohen Nahrungsbedarf auf. Die Bachen sind während dieser Zeit daher permanent auf Suche nach Nahrung. Die Geburt erfolgt an einer geschützten und ruhigen Stelle. In der Regel liegen diese Stellen im schutzenden Unterholz von kleinen Wäldchen, Hecken oder ähnlichen Stellen. Der Wurfkessel wird von Bache mit trockenen und weichen Gräsern und Laub ausgepolstert. Die Bache hält den Wurfkessel sauber und verbringt nasses Material an den Rand und hält die Mitte durch neues Kesselmaterial immer trocken. Ein Wurf besteht meist aus 1 bis 7 Frischlinge. Das Geschlechterverhältnis bei den Frischlingen liegt bei etwa 1:1. In den ersten Lebenswochen bleiben die Jungen ausschließlich im Nest und die Mutter kommt 8- bis 10-mal am Tag zum Säugen vorbei. Die Mutter entfernt sich jedoch nie sehr weit vom Wurfkessel. Auch wenn die Frischlinge in den ersten 2 Wochen im Nest verbleiben, können sie bereits kurz nach der Geburt auf eigenen Beinen stehen. Unmittelbar nach der Geburt durchbeißt der Nachwuchs die Nabelschnur selbst durch. Die Frischlinge werden auch nicht von der Mutter sauber geleckt. Die Sinne der Frischlinge sind bereits bei der Geburt voll entwickelt. Mit zunehmendem Alter bildet sich unter den Jungschweinen eine Hierarchie heraus. Bereits nach ein paar Tagen im Leben der Frischlinge hat jedes Junge seine eigene Zitze am Gesäuge der Mutter erobert. Bereits im Frischlingsalter zeigt sich das zukünftige Sozialverhalten. Die Frischlinge kämpfen spielend miteinander, verfolgen sich gegeneinander und pflegen sich gegenseitig. Da die Frischlinge ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können, drängen sie sich vor allen in den ersten Lebenswochen während der Ruhephasen eng aneinander. Eine hohe Mortalität ist nicht selten auf eine Unterkühlung zurückzuführen. Die Sterblichkeit unter den Jungtieren ist sehr hoch. Sie sterben vor allem dann, wenn es während ihrer ersten drei Lebenswochen zu Kälteeinbrüchen und Nässeperioden kommt, da ihre Wärmeregulation noch nicht voll ausgebildet ist. Die Sterblichkeit ist auch davon abhängig, wie viele Fressfeinde im Gebiet leben. In raubtierfreien Gebieten überleben durchschnittlich 75 von 100 Jungtieren das erste Jahr (die, die nicht überleben, verenden meist schon im ersten Lebensmonat), in Gebieten, in denen Wölfe, Bären und Luchse den Lebensraum mit den Wildschweinen teilen, sind es hingegen nur etwa 30 von 100. Frischlinge nehmen etwa ab dem 15. Lebenstag ihre erste feste Nahrung zu sich und bis zur 10. Lebenswoche ist die Entwöhnung abgeschlossen. Die Anzahl der Frischlinge in einem Wurf hängt im Wesentlichen vom Gewicht einer Bache und deren Kondition ab. Eine Bache mit einem Gewicht von 30 bis 40 Kilogramm bringt meist 2 bis 3 Frischlinge aus, bei einem Gewicht von 40 bis 50 Kilogramm 4 bis 5 Frischlinge. Alte Bachen können leicht ein Gewicht von 80 Kilogramm aufweisen. Sie können 5 bis 8 Frischlinge zur Welt bringen. Die Anzahl der Würfe liegt pro Jahr meist bei einem, in seltenen Fällen 2 Würfe bzw. 3 Würfe in 2 Jahren. Etwa 30 Tage nach dem Werfen verfällt ein Muttertier wieder in den normalen Lebensrhythmus. Die Bachen finden sich mit ihrem Nachwuchs wieder in den Rotten ein.

Fressverhalten

Das Wildschwein durchwühlt bei der Nahrungssuche den Boden nach fressbaren WurzelnWürmernEngerlingen, Mäusen, Schnecken und Pilzen. Wildschweine fressen neben Wasserpflanzen auch Blätter, Triebe und Früchte zahlreicher Holzgewächse, Kräuter und Gräser. Als Allesfresser nehmen sie auch Aas und Abfälle an. Es wurde beobachtet, dass Wildschweine Kaninchenbaue aufbrechen, um die Jungkaninchen zu fressen. Gelegentlich fallen ihnen auch Eier und Jungvögel bodenbrütender Vögel zum Opfer. Eine besondere Rolle im europäischen Verbreitungsgebiet spielen in der Nahrung von Wildschweinen die Früchte von Eichen und Buchen. In den guten Mastjahren leben Wildschweine monatelang überwiegend von diesen Früchten. Je nach Jahreszeit haben auch die Wurzeln einen größeren Anteil an ihrer Nahrung. Wildschweine weiden außerdem gerne an Klee und fressen die oberirdischen Pflanzenteile von Süßgräsern, AmpferGiersch, Adlerfarn und Wiesen-Bärenklau sowie Eichenlaub. Wildschweine können erheblichen Schaden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen verursachen. Sie fressen alle Feldfrüchte, die in Mitteleuropa in der Landwirtschaft angebaut werden. Bei Kartoffeln unterscheiden sie dabei sogar zwischen einzelnen Sorten und fressen besonders gerne Frühkartoffeln. Wildschweine durchwühlen auch Getreidefelder und richten mit ihrer Wühlerei regelmäßig einen größeren Schaden als durch das Fressen an. Auch die Schäden, die sie beispielsweise in Landschaftsparks anrichten, sind vor allem Wühlschäden. Sie graben dabei ganze Wiesen auf der Suche nach Blumenzwiebeln Würmer und Egerlinge um. Große landwirtschaftliche Schäden treten vor allem dann auf, wenn Eichen und Buchen nicht ausreichend Frucht angesetzt haben und die Wildschweine daher bevorzugt auf den landwirtschaftlichen Flächen auf Nahrungssuche gehen. Wildschweine fressen allerdings auch Insekten und andere Kleintiere. Die starke Wühltätigkeit dabei kann auch unter der Bodenfauna erhebliche Schäden verursachen, so etwa bei Eigelegen und Überwinterungsplätzen von Eidechsen. Das Durchwühlen des Bodens durch die Wildschweine im Rahmen der Nahrungssuche führt zu einer Erhöhung der Artenvielfalt mit Verschiebung des Spektrums zu kurzlebigeren Arten und leistet so einen Beitrag zum botanischen Artenschutz. 

Haltung vom Schwarzwild im Gehege

Die Haltung vom Schwarzwild im Gehege erfolgt unter Berücksichtigung der Schweinehaltung-Hygieneverordnung und wird in manchen Kreisen von den Veterinärämtern nicht genehmigt. Das Geheges und der Futterlager muss mit einem Doppelzaun eingezäunt werden, damit Ausbrechen und Eindringen von Tieren verhindert werden kann. Für eine wirtschaftliche Schwarzwildhaltung im Gehege gehört ein optimales Herdenmanagement angefangen von der Auswahl des Standortes über eine angepasste Besatzdichte und Bestandsführung bis zur Fütterung, Wasserversorgung und Krankheitsvorbeuge.  

Bei der Auswahl des Standortes sind grundsätzlich leichtere Böden geeignet. Eine Koppelwirtschaft mit 3-4 Koppel wird empfohlen, damit die Bewirtschaftung und Regenerierung des Grünlandes erleichtert und gewährleistet ist. Eine Suhle ist Pflicht und muss eingerichtet werden. Bei einer Mindestfläche von 2000 m²/Tier soll die Besatzdichte bei 5 adulte Tieren je ha (4 Bachen und 1 Keiler) nicht überschritten werden.

Sind im Gehege nicht ausreichend große natürliche Rückzugmöglichkeiten für die Tiere muss ein Unterstand mit einer Fläche von 3 m²/Tier errichtet werden, damit alle Tiere zur gleichen Zeit Schutz finden können. Für jede Bache muss eine isolierte Schutzhütte zum Frischen vorhanden sein und die Hütten sollen mindestens 20 m voneinander entfernt stehen.

Bei optimaler Versorgung der Tiere ist damit zu rechnen, dass die Bachen 2-mal im Jahr frischen. Die weiblichen und die männlichen Frischlinge können eher geschlechtsreif als in der freien Wildbahn werden, so dass eine Trennung der Frischlinge nach Geschlecht ab einem Alter von ca. 6 Monaten erforderlich ist.

Auch beim Schwarzwild sind die Futterkosten die größte Aufwandsposition. Da Wildschweine Allesfresser sind, wird durch eine optimale, hygienisch einwandfreie Grundfutterversorgung der Tiere sehr viel Kraftfutter gespart. Bei einer Futterration mit 1 kg TS aus Grundfutter und 1,5 kg TS aus Kraftfutter je 100 kg Lebendgewicht ist die Versorgung der Tiere gewehrleistet. Als Kraftfutter reicht bei einem abwechslungsreichen Grundfutter nur Getreide mit einer Mineralstoffergänzung.  Die Versorgung der Tiere mit frischem sauberem Trinkwasser ist selbstverständlich.

Ständige Gesundheitskontrolle, Wurmbehandlung nach Kotuntersuchung, gute Futterhygiene und ordnungsgemäße Grünlandbewirtschaftung führen auch in der Gehegehaltung vom Schwarzwild zum Erfolg.